Salesforce Data 360 ist eine Datenplattform zur Bündelung, Harmonisierung und Aktivierung von Kunden- und Betriebsdaten aus unterschiedlichen Quellen. Unternehmen möchten heute immer größere Datenmengen nutzen. Häufig erschweren jedoch Datensilos, uneinheitliche Systeme und mangelnde Datenqualität die Auswertung. Salesforce Data 360 kann hier als zentrale Lösung unterstützen. In diesem Beitrag erfahren Sie, was Salesforce Data 360 ist, welche zentralen Funktionen die Plattform bietet und wie Unternehmen den Einstieg erfolgreich gestalten können.
Das Wichtigste in Kürze
- Salesforce Data 360, ehemals Salesforce Data Cloud, bündelt Kunden- und Betriebsdaten aus verschiedenen Quellen in einer zentralen Plattform.
- Unternehmen können Daten aus Salesforce, MuleSoft, Data Lakes, Data Warehouses, Web, mobilen Anwendungen, IoT und externen Systemen integrieren.
- Die Plattform unterstützt die Vernetzung, Vereinheitlichung, Governance, Aktivierung und Weitergabe von Daten.
- Durch Funktionen wie Zero-Copy-Integration, Identitätsauflösung, Datenbereinigung und dynamische Segmente entsteht eine einheitliche Datengrundlage.
- Salesforce Data 360 bildet die Basis für CRM, KI-Anwendungen, Automatisierung, personalisierte Kundenansprache und Agenten-Workflows.
Definition: Was ist Salesforce Data 360?
Salesforce Data 360, ehemals Salesforce Data Cloud, ist eine zentrale Datenplattform, die Kunden- und Betriebsdaten aus unterschiedlichen Quellen in Salesforce zusammenführt, harmonisiert und nutzbar macht. Über native Salesforce-Integrationen sowie Konnektoren in MuleSoft lassen sich externe Daten aus mehr als 300 Quellen in die Plattform einbinden.
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Im Unterschied zur früheren Data Cloud liegt der Fokus von Salesforce Data 360 nicht mehr ausschließlich auf CRM-Daten. Stattdessen können Unternehmen sämtliche relevanten Daten vernetzen. Dadurch entsteht eine einheitliche Datengrundlage für CRM, KI, Automatisierung und Cross-Cloud-Aktivierungen.
Die Daten können unter anderem aus folgenden Quellen stammen:
- Websites und digitalen Kanälen,
- mobilen Anwendungen und Endgeräten,
- Abrechnungs- und ERP-Systemen,
- IoT-Geräten sowie
- externen Data Lakes und Datenplattformen.
Durch die zentrale Speicherung und Verknüpfung dieser Daten können Unternehmen Informationen in Echtzeit aktivieren. So lassen sich Daten direkt in Vertrieb, Service, Marketing und KI-gestützten Agenten-Workflows nutzen. Zum Beispiel für personalisierte Kundenansprachen, automatisierte Prozesse, präzisere Analysen und fundierte Geschäftsentscheidungen.
Welche Funktionen hat Salesforce Data 360?
Salesforce Data 360 bietet zentrale Funktionen, um Unternehmensdaten aus verschiedenen Quellen zu verbinden, zu vereinheitlichen, zu schützen und für operative Prozesse nutzbar zu machen.
Daten vernetzen
- Zero-Copy-Integration: Direkter Zugriff auf Live-Daten aus Plattformen wie Snowflake, Databricks oder Google Cloud, ohne Daten zu kopieren oder mehrfach zu speichern.
- Anbindung verschiedener Datenquellen: Integration von Daten aus Salesforce Clouds, MuleSoft, Datenbanken, Data Lakes und Drittanbieter-Anwendungen.
- Strukturierte und unstrukturierte Daten: Verarbeitung von Tabellen, Transaktionsdaten, Protokollen, Texten, Bildern und Streaming-Ereignissen.
Daten vereinheitlichen
- Identitätsauflösung: Zusammenführung von Kundendaten aus verschiedenen Systemen zu einheitlichen Kundenprofilen.
- Einheitliches Datenmodell: Überführung unterschiedlicher Quelldaten in ein standardisiertes Modell auf Basis von Salesforce-Standards.
- Datenbereinigung und Datenanreicherung: Korrektur, Transformation und Ergänzung von Daten, damit die Daten für Analysen, Segmentierungen und Automatisierungen nutzbar sind.


Governance
- Richtlinienbasierte Datennutzung: Zentrale Definition und automatische Durchsetzung von Regeln für Einwilligungen, Zugriffsrechte und Compliance.
- KI-gestützte Klassifizierung: Automatische Erkennung und Kennzeichnung sensibler Daten zur Unterstützung von Datenschutz und Governance.
- Sichere Verbindungen: Private Connect ermöglicht geschützte Verbindungen zwischen Amazon Web Services– oder Azure-Umgebungen und Salesforce Data 360.
Daten aktivieren
- Automatisierung in Echtzeit: Auslösung von Salesforce Flows auf Basis von Datenänderungen, Ereignissen oder berechneten Kennzahlen.
- Dynamische Segmente: Erstellung präziser Zielgruppen anhand harmonisierter Attribute, Verhaltensdaten oder Insights.
- Insights und prädiktive Modelle: Berechnung von Kennzahlen wie Customer Lifetime Value oder Engagement-Scores sowie Prognosen zum Kundenverhalten.
Daten in andere Systeme übertragen
- Anbindung an Data Lakes und Warehouses: Sichere Bereitstellung harmonisierter Profile, Segmente und Erkenntnisse für Plattformen wie Snowflake, Databricks oder BigQuery.
- Weitergabe an Geschäftsanwendungen: Nutzung vereinheitlichter Daten in Marketing-Automation-, ERP-, Analyse- oder Reporting-Tools.
- Aktivierung auf Werbeplattformen: Übertragung von Zielgruppen an Plattformen wie Google oder Meta, um Kampagnen gezielter auszusteuern.


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Wie gelingt der Einstieg in Salesforce Data 360?
Der Einstieg in Salesforce Data 360 gelingt am besten schrittweise mit einer klaren Datenstrategie, einem konkreten Anwendungsfall und einem kontrollierten Rollout.
- Analysieren Sie Ihre bestehende Datenlandschaft: Prüfen Sie, welche Datenquellen vorhanden sind, wo Datensilos bestehen, wie hoch die Datenqualität ist und mit welcher Verzögerung Daten verfügbar sind.
- Aktualisieren Sie Ihre Daten- und KI-Strategie: Richten Sie Ihre strategische Planung darauf aus, wie Ihr Unternehmen Daten und KI künftig nutzen möchte.
- Wählen Sie einen wirkungsvollen Einstiegspunkt: Starten Sie mit einem klar abgegrenzten Anwendungsfall mit hohem Nutzen und schneller Umsetzbarkeit.
- Ordnen Sie Ihre Datenquellen Salesforce zu: Legen Sie fest, welche Daten zuerst integriert werden sollen und planen Sie einen schrittweisen Rollout. Beginnen können Sie zum Beispiel mit Salesforce-Daten und anschließend mit den externen Systemen.
- Implementieren Sie Salesforce Data 360 für den ausgewählten Use Case: Verbinden, vereinheitlichen und aktivieren Sie die relevanten Daten für den konkreten Anwendungsfall.
- Bewerten und erweitern Sie die Lösung: Prüfen Sie die Ergebnisse, optimieren Sie Datenmodell und Prozesse, ergänzen Sie weitere Datenquellen und planen Sie den vollständigen Rollout inklusive KI- und Agenten-Integration.
Fazit
Salesforce Data 360 unterstützt Unternehmen dabei, ihre Datenlandschaft zentral zu vernetzen und für moderne Geschäftsprozesse nutzbar zu machen. Die Plattform führt Kunden- und Betriebsdaten aus verschiedenen Quellen zusammen, vereinheitlicht sie und stellt sie für CRM, Marketing, Vertrieb, Service, KI und Automatisierung bereit. Der größte Mehrwert liegt darin, dass Daten nicht nur gesammelt, sondern direkt aktiviert werden können. Unternehmen können dadurch eine verlässliche Grundlage für personalisierte Kundenerlebnisse, schnellere Entscheidungen, effizientere Prozesse und KI-gestützte Workflows erhalten.
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FAQ
Was ist Salesforce Data 360?
Salesforce Data 360 ist eine Datenplattform, die Kunden- und Betriebsdaten aus unterschiedlichen Quellen verbindet, harmonisiert und für Geschäftsprozesse nutzbar macht. Sie dient als zentrale Datengrundlage für CRM, KI, Automatisierung und Cross-Cloud-Aktivierungen.
Ist Salesforce Data 360 dasselbe wie Salesforce Data Cloud?
Salesforce Data 360 ist die Weiterentwicklung der früheren Salesforce Data Cloud. Während der Fokus zuvor stärker auf CRM-Daten lag, können mit Data 360 auch umfassendere Kunden-, Betriebs- und Unternehmensdaten eingebunden und aktiviert werden.
Welche Funktionen bietet Salesforce Data 360?
Zu den wichtigsten Funktionen gehören die Datenvernetzung, die Vereinheitlichung von Kundenprofilen, Data Governance, Echtzeit-Aktivierung, Segmentierung, Insights, prädiktive Modelle sowie die Weitergabe von Daten an Analyse-, Marketing- und Geschäftsanwendungen.
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Robert Richter
Fachbereichsleiter
richter@mind-force.de
0211 946 285 72-65
