Robert Richter
3. Oktober 2019

SAP PI & SAP PO

Bei SAP PI (Process Integration) und SAP PO (Process Orchestration) handelt es sich um 2 Middleware-Plattformen, mit denen Verantwortliche eine Verbindung zwischen der SAP-Landschaft und einem Fremdsystemen wie Salesforce herstellen können. Unternehmen gelingt es dadurch, eine individuelle Software-Struktur zu implementieren, die den Anforderungen und Abläufen des Betriebs gerecht wird.

SAP PI

Das System gewährleistet die Kommunikation des SAP-Systems mit anderen IT-Systemen: Hierunter fällt sowohl das Versenden als auch das Empfangen von Informationen. Für den Informationsaustausch verwendet SAP PI Adapter: Dabei handelt es sich um Entwurfsmuster, mit denen von einer Schnittstelle in die andere übersetzt werden kann.

SAP und Salesforce Integration

Salesforce ist das beste aktuell erhältliche CRM. Bei vielen Unternehmen gehören jedoch neben den Vertriebsdaten noch einige andere Daten dazu.

SAP PO

SAP PO sorgt ebenfalls dafür, dass Fremdanwendungen mit dem SAP-System kommunizieren können. Weil es zu diesem Zweck verschiedene Integrationsmöglichkeiten miteinander kombiniert, beruht es auf verschiedenen Komponenten:

AEX (Advanced Adapter Engine Extended) ist Bestandteil von SAP PI und dient der Kommunikation zwischen SAP- und Fremdsystemen. Es beinhaltet Werkzeuge zum Einrichten von Integrationsszenarien.

Mit Business Process Management (BPM) und Business Rules Management (BRM) werden Geschäftsregeln entworfen und ausgeführt.

Insgesamt enthält SAP PO daher alle Funktionen von SAP PI sowie BPM und BRM. SAP PI ist also Bestandteil der SAP PO.

Manche Unternehmen sind sich gar nicht bewusst, welche Chancen hinter der SAP-Salesforce-Integration stecken. Laut Studien können Sie durch solch eine Integration z. B. den Umsatz um ca. 29 % steigern.

Architektur

Die Architektur der beiden Systeme ist unkompliziert und besteht aus 3 Hauptpfeilern:

Routing

Das Routing definiert die Regeln für den Informationsfluss der verschiedenen Systeme.

Connectivity

Die Adapter, die SAP PI für den Informationsaustausch verwendet, können eine Vielzahl von anderen Systemen mit der SAP-Landschaft verknüpfen, indem sie die verwendeten Formate für das jeweils andere System übersetzen.

Mapping

Um die verschiedenen Formate zu übertragen, werden Konvertierungsregeln definiert, nach denen die Übersetzung funktioniert.

SAP PI & PO SAP PO

SAP mit anderen Systemen verbinden

Bevor Verantwortliche ihre SAP-Strukturen mit anderen Systemen verbinden wollen, müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein. Zunächst müssen sie sich genauestens mit dem System Landscape Directory (SLD) auseinandergesetzt haben. Dabei handelt es sich um ein Verzeichnis, in dem alle SAP-Komponenten und installierten Systeme einer System-Landschaft aufgelistet sind: Hier erfahren Entwickler auch, wie sich die eingetragenen Systeme zueinander verhalten.

Erstellung von Interfaces

Aus dem SLD werden die Komponenten dann in das Integrationssystem exportiert. Dort werden Interfaces erstellt: Hierbei handelt es sich um Schnittstellen, in denen der Informationsaustauschprozess definiert wird. Die Schnittstellen müssen sowohl für den Sender als auch den Empfänger bearbeitet werden.

Anlegen von Datentypen

Im Anschluss legen Verantwortliche Datentypen an. In vielen Fällen werden Datentypen verwendet, die in SAP PI bereits enthalten sind, allerdings lassen sie sich auch über XSD (XML Schema Definition) oder WSDL (Web Services Description Language) definieren.

Mapping-Einstellungen

Hiernach werden die Konvertierungsregeln über die Mapping festgelegt. Entwickler können entscheiden, welchen Mapping-Typ sie verwenden möchten. Die Übersetzung ist mit XSLT- (Extensible Styslesheet Language Transformations) oder Java-Mapping möglich, in der XML-Dateien über einen Java-Code konvertiert werden können. Für das Mapping können zudem integrierte Tools aus SAP PI verwendet werden, die sicherstellen, dass verschiedene Dateiformate zuverlässig übersetzt werden.

Integrated Configurations Object

Um zwei ausgewählte Systeme miteinander zu verbinden, müssen Verantwortliche zudem ein ICO (Integrated Configurations Object) anlegen. Dieses übernimmt die Daten eines der beiden Systeme mithilfe der Schnittstelle, konvertiert sie in ein anderes Dateiformat und sendet die konvertierten Daten dann zu dem jeweils anderen System.

Prüfung

Nachdem die Kommunikation der Systeme erfolgreich eingerichtet wurde, können Verantwortliche die laufende Kommunikation kontrollieren. Hierzu haben sie Zugriff auf Überwachungs- und Benachrichtigungs-Tools, die Administratoren bei möglichen Fehlern benachrichtigen.

Salesforce-Integration mit SAP PI und SAP PO

Beide Systeme eignen sich, um Salesforce-Anwendungen mit dem SAP-System zu integrieren. Hierdurch werden zum Beispiel Daten aus der Service Cloud von Salesforce auch von Geschäftsprozessen berücksichtigt, die mit SAP ERP (Enterprise-Resource-Planning) durchgeführt werden. Die Daten leitet Salesforce über einen Web-Service an das Integrationssystem weiter, das diese dann für die SAP-Anwendungen übersetzt.

Fazit

SAP PI und SAP PO erlauben es Nutzern, Fremdsysteme mittels Adapter in ihre SAP-Landschaft zu integrieren. Mit SAP PO lassen sich zudem Geschäftsregeln entwerfen. Um verschiedene Dateiformate zu übertragen, werden Konvertierungsregeln festgelegt, nach denen die Übersetzung erfolgt. Kontaktieren Sie uns gerne, wenn Sie weitere Fragen zu SAP PI und SAP PO haben.

Ihr persönliches Integrationsgespräch

Sie möchten beide Systeme verbinden? Oder vielleicht haben Sie das schon getan und es funktioniert nicht wie es soll? In einer Websession sprechen wir über Ihre individuellen Herausforderungen zur Integration. Nachdem Sie das Formular ausgefüllt haben, melde ich mich persönlich bei Ihnen, um einen passenden Termin zu vereinbaren.

Robert Richter

Robert Richter

Mein Name ist Robert Richter und ich bin begeisterter Salesforce Consultant bei mindsquare. Wie meine Kollegen habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht.

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