Salesforce Spring ’26 Release: Die neuen Funktionen und Releasedaten
Mit dem bevorstehenden Salesforce Spring ’26 Release stehen wieder zahlreiche Neuerungen für die gesamte Salesforce Plattform an. Eine frühzeitige Auseinandersetzung mit den Änderungen kann entscheidend sein, um Risiken beim Go-Live zu minimieren. Dieser Beitrag liefert eine erste Orientierung, welche Vorbereitungsschritte jetzt besonders im Fokus stehen sollten und welche neuen Funktionen mit dem Spring ’26 Release verfügbar sein werden.
Zeitplan und Rollout des Salesforce Spring ’26 Release
Bevor Sie das Salesforce Spring ’26 Release in Ihrem Unternehmen aktivieren, empfiehlt es sich, alle zentralen Funktionen zu testen. Zwar verlaufen die saisonalen Updates in der Regel weitestgehend problemfrei, dennoch hilft eine frühzeitige Prüfung dabei, mögliche Auswirkungen auf bestehende Prozesse rechtzeitig zu erkennen und zu vermeiden.
Welche neuen Funktionen des Salesforce Spring ’26 Release sind besonders spannend und welche können getrost außer Acht gelassen werden? Das erfahren Sie in diesem Live-Webinar – inkl. Demos.
Der Rollout des Releases erfolgt, abhängig von Ihrer Salesforce-Instanz, an einem der folgenden Wochenenden:
- 10. & 11. Januar 2026
- 14. & 15. Februar 2026
- 21. & 22. Februar 2026
Welcher Termin für Ihre Umgebung gilt, können Sie über Salesforce Trust ermitteln. Suchen Sie dort nach dem Namen Ihrer Instanz oder Ihrer Domain und wählen Sie anschließend den Punkt „Maintenance“ aus. Dort wird das geplante Installationsdatum für das Spring ’26 Release angezeigt.
Sandbox Vorschau Informationen
Die Sandbox spielt eine zentrale Rolle bei der Vorbereitung auf das Salesforce Spring ’26 Release. Hier können Sie neue Funktionen und Änderungen vorab im eigenen System testen. Zwar stellt Salesforce auch Pre-Release-Orgs bereit, diese bilden jedoch keine individuellen Konfigurationen ab und sind daher nur eingeschränkt hilfreich.
Aktuell ist davon auszugehen, dass die meisten Sandboxes das Spring ’26 Release um den 10. Januar 2026 erhalten.
Besonders wichtig: Mit dem Spring ’26 Release werden verpflichtende Release Updates aktiviert, die bestehende Prozesse beeinflussen können. Tests in der Sandbox sind daher unerlässlich, vor allem, wenn Managed Packages im Einsatz sind. Da deren Konfigurationen nicht anpassbar sind, empfiehlt es sich, potenziell betroffene Anbieter frühzeitig zu kontaktieren. Alle Anpassungen und Prüfungen sollten konsequent in der Sandbox erfolgen, um Störungen im Live-System zu vermeiden.
Neue Features in der Service Cloud mit dem Spring ’26 Release
Die Salesforce Spring ’26 Release Notes wurden bereits am 19. Dezember 2025 veröffentlicht. Sie bieten eine erste Übersicht über die kommenden Neuerungen und geben einen Eindruck davon, welche Funktionen und Änderungen mit dem Release zu erwarten sind.
Case Timeline
Die neue Case Timeline soll Service-Agenten dabei unterstützen, den Verlauf eines Falls schneller zu erfassen. Alle relevanten Ereignisse werden zentral und chronologisch dargestellt, ohne Wechsel zwischen Feeds, verwandten Listen oder mehreren Tabs. Wichtige Aktionen und Statusänderungen erscheinen als hervorgehobene Meilensteine, sodass der komplette Fallverlauf auf einen Blick nachvollziehbar ist. Gerade bei komplexen oder länger laufenden Fällen erleichtert das die Orientierung und schafft eine Basis für die nächsten Schritte im Serviceprozess.
Meilensteine
Mit dem Spring ’26 Release führt Salesforce regelbasierte Pausen für (Service Level Agreements) SLA-Meilensteine ein. Administratoren können definieren, dass Meilensteine automatisch angehalten werden, sobald bestimmte Bedingungen erfüllt sind, zum Beispiel bei dem Status „Warten auf Kunden“. Der SLA-Timer stoppt in dieser Zeit und startet erst wieder, wenn die Bedingung entfällt. Das Zieldatum wird anschließend neu berechnet, was Ihnen eine genauere SLA-Bewertung ermöglicht.
Zusätzlich wurde die Sichtbarkeit von Meilensteinen erweitert: Sie können nun auch über übergeordnete, untergeordnete und zugehörige Datensätze hinweg eingesehen werden. So können alle beteiligten Teams einen gemeinsamen Überblick über laufende Fristen und Verpflichtungen erhalten.
Intelligent Calls
Service Cloud Voice soll mit Spring ’26 leistungsfähiger werden. Anrufweiterleitungen lassen sich jetzt zentral über Omni-Channel-Flows steuern und mit Logiken wie Skills oder Fallkontext verknüpfen.
Außerdem werden ausgehende Anrufe per Click-to-Dial automatisch mit dem jeweiligen Ursprungsdatensatz verbunden und das auch bei benutzerdefinierten Objekten. Zusätzliche Flows oder Apex-Lösungen sind dafür nicht mehr nötig.
Verbesserungen für Salesforce-Umfragen
Auch Salesforce Surveys sollen vom Spring ’26 Release profitieren. Teilweise ausgefüllte Umfragen können Sie nun bis zu 999 Tage speichern, wobei der Zeitraum individuell konfigurierbar ist. Erstmals gilt diese automatische Zwischenspeicherung auch für Gastnutzer.
Darüber hinaus ermöglicht Custom CSS eine vollständige visuelle Anpassung der Umfragen, von Farben und Schriftarten bis hin zu Layout und Icons. Das macht Feedbackprozesse nicht nur flexibler, sondern auch deutlich konsistenter im eigenen Markendesign.
Neuerungen in der Sales Cloud mit dem Spring ’26 Release
Folgende Neuerungen werden in der Sales Cloud verfügbar sein:
Agentforce Sales
Agentforce Sales soll die Zusammenarbeit zwischen Lead-Generierung und Lead-Nurturing verbessern. Leads können gezielter erfasst, qualifiziert und bis zur Terminvereinbarung begleitet werden. Mithilfe der Agentforce-Qualifikation lassen sich Interessenten anhand eines definierten Ideal Customer Profiles strukturiert einordnen.
Darüber hinaus wurden Funktionen für Sales Management, Pipeline- und Account-Management erweitert und sind nun auch direkt in Slack verfügbar. Ein weiteres Highlight: Über die Agentforce Sales App in ChatGPT können bestehende Agentforce-Kunden Salesforce-Datensätze recherchieren und aktualisieren, ohne die Salesforce-Oberfläche zu verlassen.
Berichte und Dashboards
Da Berichte häufig sensible Daten enthalten, wird mit Spring ’26 ein zusätzlicher Schutz eingeführt: Beim Export von Reports kann nun ein individueller Haftungsausschluss ergänzt werden. Der Salesforce-Standardhinweis bleibt bestehen und wird durch den eigenen Disclaimer erweitert.
Außerdem lassen sich künftig benutzerdefinierte Lightning Web Components (LWCs) in Standard-Dashboards integrieren. Damit sind individuellere Visualisierungen und erweiterte Auswertungen möglich. Aktuell ist dies bereits als Beta-Version, die Sie über den Salesforce-Support aktivieren können, möglich.
Salesforce Flow
Mit Flow Approvals lassen sich auch komplexe Genehmigungsprozesse vollständig im Flow Builder abbilden. Neu ist die Request-Approval-Komponente für Datensatzseiten: Genehmigungen können automatisch gestartet werden, inklusive optionaler Prüferauswahl und Kommentarfunktion.
Gerade für Accounts, Opportunities oder Quotes stellt dies eine zeitgemäße Alternative zu klassischen Approval-Mechanismen dar. Zusätzlich können ab Spring ’26 einzelne Abschnitte von Flow-Approval-Prozessen gezielt debuggt werden, was Tests und Fehleranalysen vereinfachen kann.
Einstein Acitivity Capture
Einstein Activity Capture soll Aktivitäten nun vollständig als Salesforce-Daten synchronisieren, wodurch Reports, Dashboards und Integrationen einfacher umgesetzt werden können. E-Mail-Insights lassen sich außerdem in benutzerdefinierte Berichtstypen für Accounts, Leads, Opportunities und Kontakte integrieren.
Für Administratoren stehen erweiterte Kennzahlen und detaillierte Fehlerberichte im Bereich „Status & Metriken“ zur Verfügung, um die Synchronisation besser überwachen zu können.
Einstein Conversation Insights
Einstein Conversation Insights speichert Gesprächsdaten künftig direkt auf der Salesforce-Plattform. Für neue Kunden werden die Standard-Salesforce-Objekte ab Januar 2026 automatisch aktiviert. Bestehende Kunden können ab Sommer 2026 von einer geplanten Datenmigration profitieren.
Zwar zählen die Daten zur Organisationsspeicherkapazität, dafür können Reporting, Auswertungen und der Zugriff auf Gesprächsinformationen vereinfacht werden.
Wenn Prozesse komplex und Ressourcen knapp sind, kann der gezielte Einsatz von KI in Salesforce spürbare Entlastung bringen. In unserem ca. 1-stündigen kostenlosen Webinar zeigen wir anhand konkreter Kundenbeispiele, wie Vertrieb und Kundenservice durch smarte Automatisierung effizienter werden. 

Sales Planning
Im Bereich Sales Planning steht ein Versionswechsel an: Version 1 wird ab Sommer 2026 eingestellt und bereits ab Frühjahr 2026 können Sie darin keine neuen Verkaufspläne mehr erstellen. Das Salesforce Spring ’26 Release soll gleichzeitig Verbesserungen wie flexiblere Gebietszuweisungen, die Verteilung finanzieller Ziele über Allokationsformeln sowie eine optimierte Territorienplanung auf Hyperforce für eine bessere Performance bringen.
Ausblick
Das Salesforce Spring ’26 Release zeigt einmal mehr, wie konsequent Salesforce auf Automatisierung, Transparenz und eine bessere Nutzererfahrung setzt. Neue Funktionen in Service und Sales Cloud bieten spürbaren Mehrwert, erfordern jedoch eine frühzeitige Auseinandersetzung, insbesondere mit verpflichtenden Release Updates und Änderungen bei Sandboxes, Flows und Managed Packages. Wer die Preview-Phase nutzt, Release Notes prüft und zentrale Prozesse rechtzeitig testet, kann die Grundlage für einen problemfreien Go-Live schaffen. Insgesamt bietet das Salesforce Spring ’26 Release nicht nur technologische Weiterentwicklungen, sondern auch die Chance, bestehende Prozesse gezielt zu optimieren und zukunftssicher aufzustellen.





