Salesforce Data Cloud Ad Audiences: CRM-Daten gezielt für digitale Werbung nutzen
Salesforce Data Cloud Ad Audiences ist eine Funktion für digitale Zielgruppenaktivierung, mit der Unternehmen Kundensegmente aus Salesforce Data 360 für Werbeplattformen nutzbar machen können. Statt Zielgruppen nur innerhalb einzelner Werbeplattformen zu definieren, werden Kundendaten wie Verhaltensdaten, demografische Informationen, Transaktionen und Consent-Daten in einheitlichen Kundenprofilen zusammengeführt. Dadurch lassen sich Zielgruppen präziser segmentieren, Streuverluste reduzieren und Kampagnen entlang der Customer Journey gezielter aussteuern. Dieser Beitrag erklärt, was Salesforce Data Cloud Ad Audiences ist, welche Funktionen die Lösung bietet und wie Unternehmen ihre CRM-Daten für digitale Werbung nutzen können.
Das Wichtigste im Überblick
- Salesforce Data Cloud Ad Audiences hilft Unternehmen dabei, eigene Kundendaten in nutzbare Zielgruppen für digitale Werbekampagnen zu übersetzen.
- Die Funktion bündelt Informationen aus verschiedenen Quellen, etwa aus CRM-Systemen, Kaufverhalten, Website-Nutzung, App-Interaktionen und Einwilligungsdaten.
- Mögliche Anwendungsfälle reichen von der erneuten Ansprache interessierter Nutzer über die Gewinnung ähnlicher Neukunden bis zum Abschluss bereits konvertierter Personen.
- Der Nutzen hängt stark davon ab, ob Kundendaten korrekt zusammengeführt, Profile sauber vereinheitlicht und Zielgruppen logisch segmentiert werden.
- Vor der Aktivierung der Werbung müssen Unternehmen prüfen, ob die erforderlichen Zustimmungen vorliegen und die Nutzung der Daten datenschutzkonform ist.
Was ist Salesforce Data Cloud Ad Audiences?
Salesforce Data Cloud Ad Audiences ist eine Funktion innerhalb von Salesforce Data 360, mit der Unternehmen Zielgruppen für digitale Werbekampagnen auf Basis ihrer eigenen Kundendaten erstellen können. Es ermöglicht, einheitliche Kundenprofile aus verschiedenen Daten zu nutzen, um relevante Zielgruppen auf Werbeplattformen wie Meta, Google Ads, LinkedIn, Amazon Ads oder The Trade Desk anzusprechen. Die Grundlage von Ad Audiences bilden First-Party-Daten. Dazu gehören Daten, die Unternehmen direkt über eigene Kanäle erfassen. Zum Beispiel Käufe, App-Interaktionen, Website-Besuche, Servicekontakte oder CRM-Informationen. In Salesforce Data 360 können diese Daten zusammengeführt, verarbeitet und für die Segmentierung genutzt werden.
Im Kern geht es darum, Zielgruppen nicht nur direkt in einzelnen Werbeplattformen zu definieren, sondern zentral in Salesforce Data 360 aufzubauen. Dadurch können Marketingteams ihre vorhandenen Kundendaten gezielter für digitale Werbung nutzen und Kampagnen besser auf bestimmte Interessen, Kaufverhalten oder Kundenphasen ausrichten.
In der aktuellen Salesforce-Kommunikation wird diese Funktion häufig im Kontext von Digital Advertising oder direkt als Bestandteil von Data 360 beschrieben, während der Begriff Ad Audiences eher die konkrete Zielgruppenaktivierung für Werbeplattformen bezeichnet.
Die wichtigsten Ergebnisse: Sie verstehen wie es besser geht und haben es gesehen und erhalten eine zugeschnittene Roadmap, Projektplan, ROI Kalkulation.
Welche Funktionen hat Salesforce Data Cloud Ad Audiences?
Salesforce Data Cloud Ad Audiences kann in verschiedenen Phasen der Customer Journey eingesetzt werden. Typische Anwendungsfälle sind:
- Retargeting: Besucher, die eine Website, App oder bestimmte Produktseiten genutzt haben, können erneut über Plattformen wie Google, Meta oder LinkedIn angesprochen werden.
- Neukundengewinnung: Bestehende Kundensegmente können als Grundlage für sogenannte „Seed Audiences“ dienen, um ähnliche Zielgruppen auf Werbeplattformen zu erreichen.
- Reaktivierung: Inaktive Kunden oder E-Mail-Abonnenten können gezielt mit passenden Kampagnen erneut angesprochen werden.
- Cross-Selling und Upselling: Auf Basis von Kaufhistorien oder Produktinteressen lassen sich Zielgruppen für ergänzende Angebote bilden.
- Suppression Audiences: Bereits konvertierte Kunden, Bestandskunden oder irrelevante Zielgruppen können aus Kampagnen ausgeschlossen werden, um Streuverluste zu reduzieren.

Worauf sollten Sie bei Salesforce Data Cloud Ad Audiences achten?
Damit Salesforce Data Cloud Ad Audiences sinnvoll eingesetzt werden kann, sollten Unternehmen ihre Datenbasis vorab prüfen. Entscheidend ist, dass relevante CRM-Daten, Verhaltensdaten, Transaktionsdaten und Consent-Informationen in Salesforce Data 360 verfügbar sind und strukturiert vorliegen.
Auch die Qualität der Zielgruppen hängt stark davon ab, wie gut Kundenprofile vereinheitlicht werden. Nur wenn Identitätsauflösung, Datenmodell und Segmentlogik sauber aufgebaut sind, können Audiences entstehen, die für digitale Werbung nutzbar sind.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Datenschutz. Unternehmen sollten sicherstellen, dass Kundeninformationen nur dann für Werbezwecke aktiviert werden, wenn die entsprechenden Einwilligungen vorliegen. Zudem muss die Datenverarbeitung den internen sowie rechtlichen Anforderungen entsprechen.
Ausblick
Salesforce Data Cloud Ad Audiences verbindet Kundendaten, Segmentierung und Aktivierung in einer zentralen Umgebung. Unternehmen können dadurch Zielgruppen auf Basis von First-Party-Daten erstellen und diese auf gängigen Werbeplattformen nutzen.
Der größte Mehrwert liegt nicht nur in der technischen Aktivierung von Audiences, sondern in der besseren Nutzung einheitlicher Kundenprofile. Wenn Datenqualität, Identitätsauflösung und Consent sauber umgesetzt sind, kann Ad Audiences dazu beitragen, digitale Kampagnen relevanter, effizienter und datenschutzbewusster auszusteuern.
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