Frank Y. Nedwed
1. September 2021

Die 7 größten Unterschiede zwischen SAP und Salesforce (Teil 1)

Die beiden Softwares SAP und Salesforce unterscheiden sich grundsätzlich in Sachen wie Datenmodell und Architekturtechnik. Oftmals bereitet genau dies Schnittstellenentwicklern Schwierigkeiten. Auch was die Kommunikation angeht, gibt es bestimmte Anstrengungen. Aus diesem Grund möchte ich Ihnen die größten Unterschiede anhand von Beispielen aus der Praxis erläutern. In diesem Beitrag geht es um die ersten drei größten Unterschiede.

Was sind SAP und Salesforce genau?

Die Abkürzung SAP steht für Systeme, Anwendungen und Produkte. Diese Worte beschreiben SAP auch ziemlich gut. Es ist nämlich eine Software, die für Datenverarbeitungen genutzt wird. Somit wird ein glatter Informationsfluss in Ihrem Unternehmen gewährleistet. Hinter SAP steht also das Ziel, Nutzern eine gemeinsame, unternehmensweite Datenbank für verschiedene Anwendungen anbieten zu können. Anwendungsbereiche können hierfür bspw. Finanzen, Personalmanagement oder auch Controlling sein.

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Salesforce ist ein Unternehmen aus San Francisco, das unterschiedliche webbasierte Lösungen anbietet. Dazu zählen vor allem cloudbasierte Anwendungen – am bekanntesten ist hier die Sales Cloud. Grundsätzlich ist auch bei Salesforce das Ziel, eine gänzliche und automatisierte Vernetzung Ihres Unternehmens mit z. B. Ihren Kunden, Mitarbeitern und Anwendungen unter optimalen Bedingungen zu verknüpfen. D. h. Ihre Kundeninformationen sollen so vernetzt werden, dass Ihr Unternehmen sich kundenzentrierter ausrichtet.

Da Sie jetzt beide Systeme gut unterscheiden können, möchte ich mit Ihnen mehr auf die sieben größten Unterschiede zwischen SAP und Salesforce eingehen.

Komplexität der Datenstrukturen und Aufteilung in verschiedenste Tabellen

1. Kundendaten:

Hier ein paar Spezialitäten, die oft zu Missverständnissen und Problemen in der Entwicklung führen:

SAP:

  • Adressedaten aus der KNA1
  • Z. B. Zahlungsbedingungen in KNVV abhängig von der Sales Area / des Betriebsbereiches, auch viele weitere wichtige Daten sind abhängig von der Sales Area
  • Partner-Beziehungen liegen in der KNVP
  • Die Hierarchie ist in der KNVH gespeichert

Salesforce:

  • Fast alles wird direkt in Accounts gespeichert, in einem einzigen Objekt
  • Unterscheidung dafür aber in unterschiedlichen Account Typen, die sogenannten Record Types
  • Beziehungen werden wieder in sogenannten Junction Objects abgebildet
  • In Salesforce ist die Hierarchie nur als ein einziges Feld mit der Parentld – also der ID des höheren Accounts – direkt im Account Objekt gespeichert.
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2. SAP Checktables vs. Salesforce Picklists

SAP Checktables:

Das sind umfangreiche Tabellen, die verschiedenste Prüfungen auf den Daten steuern. Die Prüftabelle ist die abhängige Tabelle, zu der die Beziehung mithilfe der Fremdschlüssel definiert wird. Der Inhalt des Prüftabellenfeldes wird in der Eingabehilfe für das referenzierte Feld angezeigt. Dann gibt es noch die Wertetabelle. Diese Tabelle ist an ein Feld auf Domänenebene angehängt, wobei der Eintrag in das Feld nur aus der Wertetabelle stammen kann.

Salesforce Picklists:

Picklist ist eine einfache Ansammlung von Werten. Ganz beliebt bei Interfaces: Unrestricted picklists. Das heißt, dass ein Interface, wenn der Wert nicht in der Liste drinsteht, dennoch einen Record anlegen kann. Der Wert steht dann einfach in der Picklist, obwohl er eigentlich nicht zulässig ist. Das macht die Schnittstelle robuster, kann aber die Datenqualität verringern. Um ein Verhalten ähnlich wie zu SAP zu erhalten, müssen Sie custom objects – also eigenentwickelte Objekte – anlegen, die dann auch mit mehr Informationen angereichert werden können.

3. Validierungen SAP vs. Validation Rules Salesforce

Validierungen SAP:

Auf der Seite von SAP ist es sehr komplex. Denn dabei entstehen viele Fehlerklassen mit teilweise hunderten Fehlcodes.

Validierungen in SAP: Mögliche Nachrichten einer Nachrichtenklasse / Message Class

Validierungen in SAP: Mögliche Nachrichten einer Nachrichtenklasse / Message Class

Es gibt allerhand Validierungen – auch viele Validierungen mit Bewegungsdaten, Kreditchecks und landesspezifischen Datenformaten. Validierungen sind praktisch für ein gewisses Maß an Datenqualität und speziell eben auch Bewegungsdatenchecks. Es bleibt aber dennoch manchmal eine Qual für Ihren Nutzer.

Salesforce:

Dafür gibt es auf Salesforce-Seite ein paar Spitzfindigkeiten, wie bspw. Close Date. Denn Close Date können Sie nicht entfernen – auch nicht vom Layout. Es muss für eine Opportunity immer gefüllt sein, auch wenn das für das Business überhaupt keinen Sinn ergibt. Was sonst noch wichtig ist: Validierungen müssen Sie über die sogenannten Validation Rules selbst bauen. Hier können Sie einfach Aussagenlogik und Vergleiche nutzen. So können Sie super schnell Validierungen hinzufügen. Gerade aber bei vielen besonders komplexen Validierungen kann das schnell unübersichtlich werden.

Last but not least – SAP und Salesforce

Ich hoffe ich konnte Ihnen in diesem Beitrag die ersten 3 größten Unterschiede zwischen SAP und Salesforce erläutern. Sollten Sie dennoch Fragen haben oder Sie benötigen Unterstützung bei einer dieser beiden Systeme, kontaktieren Sie mich gerne.

Frank Y. Nedwed

Frank Y. Nedwed

Mein Name ist Frank Y. Nedwed und ich bin begeisterter Projektleiter und Consultant bei mindsquare. Neben meiner Leidenschaft Ihrer Abteilung das Leben leichter zu machen und Projekte zum Erfolg zu führen, interessiere ich mich insbesondere für Forschungs- und Anwendungsthemen rund um die digitale Transformation.

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie mich!



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