Salesforce Sandbox

Änderungen an Ihrem Salesforce-System sollten Sie immer in einer Salesforce Sandbox testen, ehe Sie sie in Ihr Produktivsystem integrieren. Hier erfahren Sie, welche Arten von Sandboxes Salesforce anbietet, wie Sie diese am besten in Ihre Entwicklungslinie integrieren und welches Lizenzmodell Sie erwartet.

Definition und AnwendungsfÀlle

Eine Salesforce Sandbox ist eine Kopie Ihrer Salesforce-Organisation, die zwar die Konfiguration Ihres Systems und gegebenenfalls einige Daten ĂŒbernimmt, aber vom Produktivsystem abgekoppelt ist. Es gibt diverse AnwendungsfĂ€lle, in denen es sinnvoll ist, dass kleine oder grĂ¶ĂŸere Änderungen am Salesforce-System zunĂ€chst in einer isolierten Umgebung getestet und nicht direkt im Produktivsystem wirksam werden.

AnwendungsfĂ€lle fĂŒr Salesforce Sandboxes

  • Testen von neuen Features
  • Aufbau analog ERP-Testlandschaft: PrĂŒfung, ob Prozesse End-to-End funktionieren
  • Paralleles Entwickeln verschiedener Anforderungen in ggf. unterschiedlichen Teams, die spĂ€ter in einem zentralen Testsystem konsolidiert werden, ehe sie produktiv geschaltet werden
  • Entwicklung nah am Live-System, da ein Aktualisieren mit Live-Daten (Teil-/Full-Copy) und Metadaten möglich ist

Welche Arten von Salesforce Sandboxes stehen Anwendern zur VerfĂŒgung?

Sandboxes können grundsÀtzlich sowohl in Salesforce Classic als auch in Salesforce Lightning Experience angelegt werden. Der Funktionsumfang unterscheidet sich je nach eingesetzter Edition (Professional, Enterprise etc.) und nach gewÀhltem Sandbox-Typ.

Salesforce bietet vier unterschiedliche Typen von Sandboxes an. Jede Variante hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Es existiert nicht die eine beste Sandbox – stattdessen muss je nach Einsatzzweck entschieden werden.

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Developer Sandbox

Die einfachste Version der Sandbox ist die Developer Sandbox. Sie enthĂ€lt die Konfiguration des Produktivsystems (Metadaten) und ist fĂŒr kleine Entwicklungen und zum Testen geeignet. Eine Aktualisierung der Sandbox ist einmal pro Tag möglich. Der Speicherplatz fĂŒr Daten ist mit 200 MB sehr gering.

Developer Pro-Sandbox

Salesforce hat auch eine Pro-Version der Developer Sandbox im Portfolio. Dabei ist der Funktionsumfang identisch mit der kleineren Version und auch die Aktualisierungsfrequenz ist mit einmal tĂ€glich gleich. Allerdings können Sie in der Developer Pro Sandbox 1GB Daten speichern, sodass auch grĂ¶ĂŸere Entwicklungen durchgefĂŒhrt werden können. Die Version ist ebenfalls gut fĂŒr Integrationstests und Benutzerschulungen sowie QualitĂ€tssicherungsaufgaben geeignet.

Teilkopie-Sandbox

Eine Teilkopie-Sandbox (Partial Copy) enthĂ€lt – wie der Name vermuten lĂ€sst – eine teilweise Kopie des Produktivsystems, d. h. Konfiguration und Daten. Welche Daten ĂŒbernommen werden, können Sie ĂŒber ein Sandbox-Template festlegen. Der Speicher fĂŒr Daten ist mit 5 GB groß genug, um Tests an ĂŒbertragenen Produktivdaten vorzunehmen. Das Intervall zwischen zwei Aktualisierungen steigt auf 5 Tage. Salesforce empfiehlt die Verwendung der Teilkopie-Sandbox fĂŒr QualitĂ€tssicherung, Integrationstests, Schulungen und Tests zur Benutzerakzeptanz.

Full Sandbox

Die Full Sandbox bietet den grĂ¶ĂŸten Speicherplatz. Mit ihr können Sie Ihr Produktivsystem 1:1 abbilden, d. h. alle Daten und Metadaten ĂŒbernehmen. Die Sandbox wird vor allem fĂŒr Leistungstests, Auslastungstests und Staging verwendet. Zwar können Sie die Datenmenge ĂŒber ein Sandbox-Template begrenzen. Allerdings ist es nicht zu empfehlen, die Full Sandbox fĂŒr kleine Entwicklungstests zu verwenden, da das Aktualisierungsintervall 29 Tage betrĂ€gt. In diesen FĂ€llen ist eine Developer (Pro) Sandbox deutlich besser geeignet.

Salesforce Sandbox: Preise und Lizenzen

Sandbox-Instanzen sind in unterschiedlichem Umfang in den Salesforce-Lizenzen inbegriffen. Wie viele Lizenzen eine Sandbox-Instanz umfasst und welche Lizenzen ĂŒberhaupt mit Ihrem Salesforce-System kompatibel sind, ist abhĂ€ngig von der von Ihnen verwendeten Salesforce Edition.

Salesforce Sandbox

Abbildung 1 Lizenzen Salesforce Sandbox

ZusĂ€tzlich zu den inkludierten Lizenzen können Sie weitere einzelne Sandboxes erwerben. Die Preisgestaltung hierzu ist allerdings wenig transparent. Die Preisgestaltung muss individuell geklĂ€rt werden und ist – Erfahrungswerten zufolge – abhĂ€ngig von den laufenden Lizenzkosten.

Beachten Sie dabei, dass die Lizenzen hierarchisch vergeben werden, d. h. mit dem Erwerb einer Full-Sandbox-Lizenz können Sie auch Sandboxes der niedrigeren Lizenzen verwenden:

Salesforce Sandbox

Abbildung 2 Salesforce Sandboxes Hierarchie

Integration in die Entwicklungslinie

Wenn Sie mit Sandboxes arbeiten, sollte es grundsÀtzlich nur eine Entwicklungslinie geben, die in drei aufeinanderfolgende Systeme gegliedert ist.

Neuerungen im Dev-System

In der Regel ist eine einzige Sandbox bzw. ein einziges Dev-System ausreichend, mehrere solcher Systeme sollten verwendet werden, wenn gleichzeitig und unabhÀngig voneinander diverse Anforderungen entwickelt werden sollen. Eine Konsolidierung findet in dem Fall auf dem QA-System statt.

Testlauf: Entwicklungen auf dem QA-System getestet.

Das System ist eine Sandbox und damit eine Teilkopie der Produktivumgebung mit einem beschrĂ€nkten Datensatzumfang. Je nachdem, welche Salesforce-Edition verwendet wird, können durch die BeschrĂ€nkung hohe Zusatzkosten vermieden werden. Das System dient ausschließlich fĂŒr Test- und Schulungszwecke und wird nicht zur Entwicklung genutzt.
Nach der erfolgreichen QA werden die Entwicklungen auf das Produktivsystem (Prod) gebracht. Auf diesem System arbeiten alle Mitarbeiter:

Salesforce Sandbox

Abbildung 3 Abfolge Dev-System, QA-System und Produktivsystem

Werden hĂ€ufig Mitarbeiterschulungen durchgefĂŒhrt, bei denen diese auch Testdaten anlegen sollen, kann die beschriebene Entwicklungslinie zu Problemen fĂŒhren, da die Entwicklungen und Features die Schulungen stören oder beeintrĂ€chtigen können. Um dies zu vermeiden, kann eine weitere Sandbox fĂŒr Schulungen eingerichtet werden.

Salesforce Sandbox

Abbildung 4 Sandbox fĂŒr Schulungen

Die relevanten Meta-Daten (Entwicklungen, Objekte, Seitenlayouts, 
) werden vor einer Schulung vom QA-System auf die Schulungsumgebung transportiert und stehen dann dort zur VerfĂŒgung, sodass sich SchulungsaktivitĂ€ten nicht mehr auf die Entwicklungslinie auswirken. Hier liegt jedoch auch ein Nachteil: Denn es entsteht jedes Mal zusĂ€tzlicher Aufwand, um die Schulungsumgebung entsprechend auf den aktuellen Status zu bringen.

Alternativen zu Salesforce Sandbox

FĂŒr Test- und Entwicklungszwecke bietet Salesforce neben den Sandboxes auch die Developer-Edition. Die Einsatzbereiche sind jedoch unterschiedlich.

WĂ€hrend die Sandboxes in die Entwicklungslinie integriert werden können und mit dem Produktivsystem verbunden sind, ist dies bei der Developer-Edition nicht der Fall. Der Vorteil der Developer Edition liegt allerdings darin, dass sie einen deutlich grĂ¶ĂŸeren Leistungsumfang bietet. Umfangreiche Entwicklungen und Integrationen sollten ausschließlich in der Developer Edition umgesetzt werden. Sie ist kostenlos und enthĂ€lt alle Features. Die Developer-Edition ist eine gute Möglichkeit, um neue Ideen zu testen und sich persönlich weiterzuentwickeln.

Kontaktieren Sie uns gerne, wenn Sie Fragen zu Salesforce Sandbox oder der Alternative Developer-Edition haben.


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