Salesforce vs. SAP beschreibt den Vergleich zweier führender CRM- und Unternehmensplattformen, die heute beide leistungsfähige Cloud-Lösungen und KI-Funktionen bieten. Doch trotz vieler Gemeinsamkeiten unterscheiden sie sich bei Plattformstrategie, Integration, Anpassbarkeit und der Anbindung an bestehende Geschäftsprozesse. Unser Vergleich zeigt, welche Funktionen Salesforce und SAP heute bieten und worauf Unternehmen bei der Auswahl einer passenden CRM-Lösung achten sollten.
Das Wichtigste im Überblick
- Salesforce und SAP bieten heute leistungsfähige cloudbasierte CRM-Lösungen mit integrierten KI-Funktionen.
- Salesforce verbindet CRM, Daten, Automatisierung und KI innerhalb einer flexibel erweiterbaren Plattform.
- SAP Sales Cloud eignet sich besonders für Unternehmen, die CRM- und Vertriebsprozesse eng mit bestehenden SAP-Systemen verknüpfen möchten.
- Beide Plattformen unterstützen zentrale CRM-Prozesse wie Lead-Management, Pipeline-Management, Prognosen und Vertriebsautomatisierung.
- Agentforce bei Salesforce sowie Joule und Guided Selling bei SAP erweitern die CRM-Lösungen um KI-gestützte Funktionen.
- Die passende Lösung hängt unter anderem von bestehender IT-Landschaft, Integrationsanforderungen, Geschäftsprozessen und individuellen Unternehmensanforderungen ab.
Was versteht man unter Salesforce und SAP?
Salesforce hat seine Wurzeln im cloudbasierten CRM und bietet heute eine umfassende Plattform für Vertrieb, Service, Marketing, Commerce, Daten und künstliche Intelligenz. Die frühere Sales Cloud wird inzwischen unter anderem als Agentforce Sales weiterentwickelt und um KI-gestützte Funktionen und Agenten ergänzt.
SAP stammt dagegen aus dem Bereich der Unternehmenssoftware und ist besonders stark in komplexen Geschäftsprozessen und der Integration von ERP-Systemen. Mit der SAP Sales Cloud bietet SAP heute ebenfalls eine cloudbasierte CRM-Lösung für Vertriebsautomatisierung, Kundenakquise, Guided Selling, Prognosen und Analysen. Auch SAP setzt dabei auf KI und seinen Assistenten Joule.
Damit hat sich die klassische Abgrenzung „Salesforce = Cloud und SAP = On-Premise“ überholt. Beide Anbieter verfügen heute über leistungsfähige Cloud-Angebote. Die relevanteren Unterschiede liegen in der Plattformstrategie, den Integrationsmöglichkeiten, den Geschäftsprozessen und dem jeweiligen Einsatzszenario.
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Was sind Unterschiede zwischen Salesforce und SAP?
Einführung und Implementierung
Der Aufwand für die Einführung hängt bei Salesforce und SAP stark von Unternehmensgröße, Datenstrukturen, bestehenden Systemen und gewünschten Integrationen ab. Eine pauschale Projektdauer lässt sich daher nicht seriös angeben.
Typische Aufgaben sind:
- Übernahme und Bereinigung bestehender Kundendaten
- Anbindung weiterer Systeme und Schnittstellen
- Definition von Rollen und Berechtigungen
- Anpassung und Automatisierung von Geschäftsprozessen
Anpassbarkeit und Customizing
Beide Plattformen lassen sich umfangreich an individuelle Anforderungen anpassen. Salesforce bietet mit seiner Plattform zahlreiche Möglichkeiten für Konfiguration, Automatisierung und die Entwicklung eigener Anwendungen. SAP Sales Cloud eignet sich insbesondere für Unternehmen, die CRM- und Vertriebsprozesse eng mit bestehenden SAP-Systemen verbinden möchten.
Mit zunehmender Anpassung steigen bei beiden Lösungen jedoch die Anforderungen an Governance, Dokumentation und fachliches Know-how.
Benutzeroberfläche und Usability
Beide Lösungen bieten browserbasierte und mobile Nutzung sowie KI-gestützte Funktionen für Vertriebsmitarbeitende. Salesforce setzt unter anderem auf Agentforce, während SAP mit Joule und Guided Selling kontextbezogene Informationen und Unterstützung im Vertriebsprozess bereitstellt.
Wie intuitiv die jeweilige Lösung im Alltag ist, hängt dabei nicht nur vom Anbieter, sondern auch von Konfiguration, Funktionsumfang und den abgebildeten Geschäftsprozessen ab.
Lead Management und Vertriebsprozesse
Salesforce und SAP unterstützen zentrale CRM-Prozesse wie Lead-Management, Account- und Kontaktverwaltung sowie Opportunity- und Pipeline-Management. Beide Anbieter erweitern diese Funktionen zunehmend um Automatisierung und KI.
Für die Auswahl ist daher entscheidend, wie gut sich der individuelle Vertriebsprozess abbilden und automatisieren lässt – nicht nur, welche Funktionen standardmäßig vorhanden sind.
Daten, Integration und Plattform
Ein wichtiger Auswahlfaktor ist die bestehende IT-Landschaft. Salesforce verbindet CRM, Daten, Anwendungen und KI innerhalb seines eigenen Ökosystems. SAP verfolgt einen vergleichbaren Ansatz und integriert CRM- und Vertriebsprozesse eng in die SAP-Systemlandschaft.
Daraus ergeben sich unterschiedliche Ausgangspunkte:
- Salesforce: besonders interessant bei einer bestehenden Salesforce-Landschaft und der Nutzung weiterer Salesforce-Produkte.
- SAP: besonders relevant für Unternehmen mit umfangreicher SAP-Infrastruktur und eng verzahnten Geschäftsprozessen.
Künstliche Intelligenz
KI ist inzwischen ein zentraler Bestandteil beider Plattformen. Salesforce setzt mit Agentforce auf KI-Agenten und automatisierte Aufgaben in Vertriebsprozessen. SAP integriert KI unter anderem über Joule und Funktionen wie Prognosen und Guided Selling.
Der Vergleich verschiebt sich damit zunehmend von klassischen CRM-Funktionen hin zu der Frage, wie Daten, Automatisierung und KI in die eigenen Geschäftsprozesse integriert werden sollen.
Eine Studie von Forrester Consulting aus dem Jahr 2024 unter mehr als 700 Führungskräften zeigt, wie wichtig dabei eine solide Datenbasis ist: 92 % der Befragten sehen eine robuste Datenstrategie als wesentliche Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz von KI. Gleichzeitig hatten zum Zeitpunkt der Befragung erst 34 % eine formelle Datenstrategie etabliert.
Salesforce Clouds vs. SAP
Salesforce ist als CRM-Unternehmen gestartet. Die Sales Cloud ist auch weiterhin das Kernprodukt des Unternehmens. Mittlerweile gibt es viele weitere Clouds:
- Die Sales Cloud: Dies ist das CRM-System und damit der Kern und der Ursprung des gesamten Salesforce-Systems.
- Die Service Cloud: Mit der Service Cloud können Kundenanfragen z.B. per Mail, Chat und in Callcentern effizient bearbeitet und gemanaged werden
- Die Salesforce Platform bietet eine Art „Betriebssystem“, um Anwendungen aller Art zu programmieren und dafür die Salesforce Datenbanken und Instrumente zu nutzen. Der große Vorteil: Alle Anwendungen können nahtlos mit den Salesforce Anwendungen verbunden werden.
- Die Marketing und Commerce Cloud: Mit der Marketing Cloud können sehr komplexe E-Mail-Marketing und Social Media Kampagnen gesteuert werden. Die Commerce Cloud ist ein hoch skalierbares und leistungsfähiges Shopsystem, das Salesforce im Zuge der Übernahme von Demandware in seine Software Suite integriert hat.
Daneben gibt es weitere „kleine“ Clouds für spezielle Anwendungen, z.B. die IoT-Cloud, mit der internetfähige Produkte verwaltet werden können. Das „Internet der Dinge“ wird in den nächsten Jahren massiv wachsen und mit ihm auch die IoT-Cloud.
SAP hat sein Portfolio ebenfalls stark in Richtung Cloud und KI weiterentwickelt. Mit SAP Sales Cloud bietet das Unternehmen heute eine cloudbasierte CRM-Lösung, die Vertriebsautomatisierung, Guided Selling, Prognosen, Analysen und KI-Funktionen miteinander verbindet. Für Unternehmen mit einer bestehenden SAP-Systemlandschaft kann insbesondere die Integration von CRM- und Geschäftsprozessen relevant sein.
Neben Hybris, das 2013 von SAP akquiriert wurde, investierte das Walldorfer Unternehmen auch in das Cloud-Unternehmen Callidus Software, das sich auf sehr komplexe Sales Prozesse spezialisiert hat. In 2017 ist das Cloud-Geschäft von SAP um über 20% gewachsen. SAP hat den Nachteil, dass das Unternehmen das On-Premise-Geschäft über Jahrzehnte sehr erfolgreich betrieben hat. Daher ist ein permanenter Balance-Akt zwischen Cloud-Markt und dem angestammten Geschäftsmodell notwendig, den z.B. Salesforce nie bestehen muss. So sagt der Vorstandsvorsitzende der deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG), Marco Lenck: „Das On-Premise-Geschäft wird heute und auch morgen weiter das Kerngeschäft von SAP sein. Auch, wenn darüber nicht mehr geredet wird.“
Allerdings sagen viele Branchenexperten auch, dass SAP sein Geschäftsmodell radikal auf Cloud Computing ausrichten muss, um in Zukunft nicht nur gegen Salesforce, sondern auch viele andere neue Anbieter bestehen zu können.
Unternehmen, die ein ERP- und ein CRM-System im Einsatz haben, beschäftigen sich oft mit der Frage, wie die Daten aus dem ERP-System zuverlässig, schnell und einfach in das CRM-System gelangen – und andersherum.


Vorteile von Salesforce
Salesforce verbindet CRM, Automatisierung, Daten und KI in einer zentralen Plattform. Unternehmen profitieren unter anderem von:
- umfangreichen CRM-Funktionen für Vertrieb, Service und weitere Geschäftsbereiche
- flexiblen Möglichkeiten zur Anpassung und Prozessautomatisierung
- Schnittstellen zu Salesforce-Produkten, Drittanwendungen und Datenquellen
- KI-gestützten Funktionen wie Agentforce
- mobilen Anwendungen und umfangreichen Analysefunktionen
- zahlreichen Erweiterungen und Partnerlösungen
Die Plattform wird zudem kontinuierlich um KI-gestützte Funktionen und automatisierte Abläufe erweitert.
Vorteile von SAP
SAP Sales Cloud kombiniert klassische CRM-Funktionen mit Vertriebsautomatisierung und KI. Besonders relevant ist die enge Verbindung zu bestehenden SAP-Systemen und Geschäftsprozessen. Zu den Funktionen gehören unter anderem:
- Guided Selling und digitale Unterstützung im Vertriebsprozess
- KI-gestützte Funktionen mit Joule
- Pipeline- und Umsatzprognosen
- Automatisierung von Vertriebsaktivitäten
- mobile Vertriebsfunktionen
- Integration von CRM-Daten und Geschäftsprozessen
Damit richtet sich SAP Sales Cloud insbesondere an Unternehmen, die ihre CRM-Prozesse eng mit ihrer bestehenden SAP-Landschaft verknüpfen möchten.
Salesforce oder SAP: Welche Lösung passt zu welchem Unternehmen?
Eine sinnvolle Auswahl hängt weniger von einzelnen Funktionen als von der bestehenden IT-Landschaft und den konkreten Anforderungen ab.
Salesforce kann passen, wenn eine flexibel erweiterbare CRM-Plattform mit umfangreichen Möglichkeiten für Automatisierung, Datenintegration und KI gesucht wird.
SAP kann passen, wenn bereits eine umfangreiche SAP-Systemlandschaft besteht und CRM eng mit ERP- und weiteren Geschäftsprozessen verbunden werden soll.
Neben den Funktionen sollten Unternehmen daher auch Branche, Unternehmensgröße, bestehende Systeme, Integrationsbedarf, Datenstrukturen, Governance und verfügbare Ressourcen in die Entscheidung einbeziehen.


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Ausblick
Salesforce und SAP bieten heute leistungsfähige CRM-Lösungen mit Cloud-, Automatisierungs- und KI-Funktionen. Entscheidend für die Auswahl sind weniger einzelne Features als die bestehende IT-Landschaft, die gewünschten Prozesse und der Integrationsbedarf. Unternehmen sollten daher prüfen, welche Plattform ihre Daten, Systeme und Vertriebsprozesse langfristig am besten miteinander verbindet. Mit der zunehmenden Bedeutung von KI und Automatisierung wird zudem die Integration intelligenter Funktionen zu einem immer wichtigeren Faktor bei der CRM-Auswahl.
Dieser Artikel erschien bereits im Oktober 2014. Der Artikel wurde am 25. September 2026 erneut geprüft und mit leichten Anpassungen aktualisiert.
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FAQ
Was ist der Unterschied zwischen Salesforce und SAP?
Salesforce entstand als cloudbasiertes CRM und verbindet heute CRM, Daten, Automatisierung und KI in einer Plattform. SAP Sales Cloud verknüpft CRM-Funktionen besonders eng mit den Geschäftsprozessen und Systemen des SAP-Ökosystems.
Welche Lösung eignet sich besser für Unternehmen mit komplexen Systemlandschaften?
Entscheidend ist vor allem die vorhandene IT-Infrastruktur und der gewünschte Integrationsgrad. Salesforce bietet umfangreiche Möglichkeiten zur Anbindung und Erweiterung, während SAP Sales Cloud besonders auf die Verbindung mit bestehenden SAP-Prozessen ausgerichtet ist.
Welche Rolle spielt KI bei Salesforce und SAP?
Beide Anbieter integrieren KI zunehmend direkt in Vertriebs- und CRM-Prozesse. Salesforce setzt unter anderem auf Agentforce, während SAP mit Joule und Funktionen wie Guided Selling beispielsweise bei Prognosen, Empfehlungen und Vertriebsaktivitäten unterstützt.
Wer kann mir beim Thema Salesforce vs. SAP helfen?
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Robert Richter
Fachbereichsleiter
richter@mind-force.de
0211 946 285 72-65



Ein Kommentar zu "Salesforce vs. SAP"
Ein wirklich spannender Artikel!