Smarketing bezeichnet die enge Verzahnung von Vertrieb und Marketing, bei der beide Bereiche gemeinsame Ziele verfolgen und Prozesse, Daten sowie Verantwortlichkeiten aufeinander abstimmen. Wenn Informationen zentral verfügbar sind und Marketing und Vertrieb entlang der gesamten Customer Journey zusammenarbeiten, lassen sich Kunden gezielter ansprechen, Übergaben effizienter gestalten und doppelte Arbeit vermeiden. Erfahren Sie, welche fünf Schritte für erfolgreiches Smarketing entscheidend sind und warum eine gemeinsame Datenbasis heute auch für den sinnvollen Einsatz von KI im Marketing und Vertrieb immer wichtiger wird.

Das Wichtigste im Überblick

  • Smarketing bezeichnet die enge Zusammenarbeit von Marketing und Vertrieb auf Basis gemeinsamer Ziele, Prozesse, Daten und Verantwortlichkeiten.
  • Eine gemeinsame Datenbasis ermöglicht Marketing und Vertrieb einen besseren Überblick über die Customer Journey und unterstützt eine abgestimmte Kundenansprache.
  • Klare Zuständigkeiten und definierte Übergabekriterien helfen dabei, doppelte Arbeit und Informationsverluste zwischen Marketing und Vertrieb zu vermeiden.
  • Ein CRM-System kann relevante Kundeninformationen zentral für Marketing und Vertrieb verfügbar machen und den abteilungsübergreifenden Austausch unterstützen.
  • Regelmäßige Erfolgskontrollen anhand festgelegter KPIs zeigen, ob die gemeinsamen Smarketing-Ziele erreicht werden.
  • Künstliche Intelligenz kann Marketing und Vertrieb unter anderem bei der Kundendatenanalyse, Lead-Priorisierung und Automatisierung von Prozessen unterstützen.

Was ist Smarketing?

Der Begriff Smarketing setzt sich aus „Sales“ und „Marketing“ zusammen und beschreibt die enge Zusammenarbeit von Vertrieb und Marketing. Heute wird dafür häufig auch der Begriff Sales-Marketing-Alignment verwendet. Ziel ist es, beide Bereiche über gemeinsame Ziele, Prozesse, Daten und Verantwortlichkeiten stärker miteinander zu verzahnen.

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Warum ist Smarketing sinnvoll?

Mit Smarketing verschmelzen Sie Marketing und Vertrieb, indem Sie sämtliche Informationen miteinander teilen und dafür sorgen, dass alle Mitarbeiter auf dem neuesten Stand der Dinge sind. Durch diese abteilungsübergreifenden Daten können Sie sich einen Überblick über die gesamte Customer Journey verschaffen und Ihre Zielgruppe besser kennenlernen. So wird eine passende Ansprache mit individuellen Angeboten möglich.

Des Weiteren vereinheitlichen Sie Ihre Kundenansprache, da Ihre Mitarbeiter leicht auf vergangene Interaktionen zugreifen und sich so anpassen können. Das vermeidet Irritationen oder Dopplungen für den Kunden und steigert seine Zufriedenheit. So können Sie eine bessere Kundenbindung sowie höhere Erfolgsaussichten für Kundenabschlüsse erreichen.

Außerdem lassen sich Ressourcen einsparen, da Ihre Mitarbeiter nun effizienter arbeiten können. Schließlich müssen sie sich keine Informationen mehr mühsam erfragen, sondern können diese einfach abrufen und auch doppelte Arbeit wird vermieden.

Eine enge Abstimmung kann dazu beitragen, die Kundenansprache zu vereinheitlichen, Informationsverluste bei der Übergabe von Leads zu reduzieren und die Customer Journey transparenter zu machen. Voraussetzung dafür sind allerdings gemeinsame Prozesse, klare Zuständigkeiten und eine gemeinsame Datenbasis.

In 5 Schritten zum erfolgreichen Smarketing

Smarketing | Prozess

1. Vertrauensbasis schaffen

Bis jetzt haben Vertrieb und Marketing wahrscheinlich nebeneinander und nicht miteinander gearbeitet. Das bedeutet, die Mitarbeiter kennen sich untereinander gar nicht. Für eine erfolgreiche Kooperation sollte das geändert werden. Um die Kollegen besser kennen zu lernen und Vertrauen zu ihnen aufzubauen, bieten sich Teambuilding-Aktivitäten an.

Außerdem sollten die Mitarbeiter lernen, was die jeweils andere Abteilung überhaupt macht und wie ihr Arbeitsalltag aussieht. Nur so können sie die Notwendigkeit der anderen Abteilung erkennen und ihre Arbeit entsprechend respektieren.

2. Gemeinsame Zielsetzung

Damit die beiden Abteilung gut kooperieren können, brauchen sie ein Ziel, auf das sie gemeinsam hinarbeiten. Bei der Zielsetzung gilt darauf zu achten, keine abteilungsspezifischen Ziele, wie Leadgenerierung für das Marketing oder eine bestimmte Abschlussquote für den Vertrieb zu verwenden. Stattdessen benötigen Sie ein übergeordnetes Ziel, zu dem die Arbeit beider Abteilungen beiträgt. Dafür bietet sich für gewöhnlich ein Umsatzziel gut an.

Für konkretere Ziele können Sie ein sogenanntes Service Level Agreement verwenden. Hier halten Sie unter anderem definierte Buyer Personas, zu trackende KPIs oder Teilzeile für jede Phase der Customer Journey fest.

3. Klare Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten

Legen Sie zudem fest, welche Kundeninformationen von wem erfasst werden und unter welchen Umständen die Übergabe vom Marketing an den Vertrieb erfolgt. Es sollte eindeutig geklärt sein, welche Abteilung für welche Phase der Customer Journey zuständig ist. Sonst kommt es schnell zu doppelter Arbeit oder im schlimmeren Fall dazu, dass keine der beiden Abteilungen die Aufgabe erledigt. Sie sollten auch vorab bestimmen, wer für die Erfolgskontrolle verantwortlich ist.

Des Weiteren sollten Sie Ansprechpartner für konkrete Fragen und Probleme definieren, sodass Mitarbeiter stets wissen, an wen sie sich zu wenden haben.

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4. Informationen teilen

Nach der Vorbereitung kann das Smarketing nun in die Praxis umgesetzt werden. Dafür sollten Ihre Mitarbeiter sämtliche Daten ab sofort zentral für andere abrufbar erfassen und verwalten. So lässt sich das Silodenken aufheben. Hier empfiehlt sich ein cloudbasiertes CRM-System. Damit können beide Abteilungen relevante Informationen einsehen, diese bearbeiten und neue Daten anlegen. So haben Ihre Mitarbeiter stets die gesamte Customer Journey im Blick.

Falls die Verwendung eines CRM-Systems für Ihrer Mitarbeiter neu ist, sorgen Sie am besten mit Schulungen und entsprechendem Support dafür, dass das System akzeptiert und wirklich im Arbeitsalltag verwendet wird. Gegebenenfalls können Sie auch eine Marketing-Software in Ihr CRM-System integrieren, um die zentrale Datenverwaltung zu vereinfachen.

Auch regelmäßige Meetings sowie schnelle Kommunikationswege zwischen den Abteilungen sind entscheidend, um den Austausch und den Informationsfluss zu optimieren.

5. Erfolgskontrolle

Tracken Sie Ihre zu Beginn festgelegten KPIs und behalten Sie so den Erfolg des Smarketings im Blick. Wenn Sie erkennen, dass Sie Ihre festgelegten Ziele nicht erreichen, begeben Sie sich auf Problemsuche und versuchen die Arbeit der beiden Abteilungen zu optimieren.

Künstliche Intelligenz verändert zunehmend auch die Zusammenarbeit von Marketing und Vertrieb. KI-Anwendungen können beispielsweise dabei unterstützen, Kundendaten auszuwerten, Leads zu priorisieren, Inhalte zu erstellen oder Vertriebs- und Marketingprozesse zu automatisieren. Voraussetzung dafür sind jedoch konsistente und zentral zugängliche Daten: Wenn beide Abteilungen mit unterschiedlichen Informationen und Systemen arbeiten, können Datensilos die sinnvolle Nutzung von KI erschweren.

Eine aktuelle Salesforce-Studie zeigt die zunehmende Bedeutung dieses Themas: 79 % der befragten deutschen Marketingteams gaben 2026 an, KI zu nutzen. Gleichzeitig berichteten 82 % der deutschen Marketingfachleute von Schwierigkeiten, zeitnah auf Kundenanfragen zu reagieren.

Für Smarketing bedeutet das: Eine gemeinsame Datenbasis und abgestimmte Prozesse werden nicht nur für die Zusammenarbeit von Marketing und Vertrieb wichtiger, sondern bilden auch eine Grundlage für den sinnvollen Einsatz von KI.

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Fazit: Mit Smarketing Kundenansprache & Kundenzufriedenheit optimieren

Smarketing bzw. Sales-Marketing-Alignment schafft die Grundlage für eine engere Zusammenarbeit von Marketing und Vertrieb. Gemeinsame Ziele, klare Zuständigkeiten, eine zentrale Datenbasis und regelmäßiger Austausch können dazu beitragen, Informationsverluste zu reduzieren und die Customer Journey konsistenter zu gestalten. Mit zunehmender Bedeutung von KI wird eine solche Verzahnung noch relevanter, da intelligente Anwendungen auf verlässliche und möglichst einheitliche Daten angewiesen sind.

Dieser Artikel erschien bereits im Mai 2024. Der Artikel wurde am 29.09.2026 erneut geprüft und mit leichten Anpassungen aktualisiert.

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FAQ

Was ist Smarketing?

Smarketing ist eine Fusion von Vertrieb und Marketing, die darauf abzielt, diese beiden Bereiche nahtlos miteinander zu verbinden. Dieses Konzept betont die Zusammenarbeit und das gemeinsame Arbeiten der Teams, um Synergieeffekte zu erzielen. Hierbei verfolgen beide Abteilungen eine gemeinsame Strategie, um ein definiertes Ziel zu erreichen und agieren in enger Abstimmung miteinander.

Was sind die Vorteile von Smarketing?

Smarketing erleichtert die nahtlose Integration von Marketing und Vertrieb durch den Austausch von Informationen, was eine umfassende Kundenreise ermöglicht und individuelle Ansprachen unterstützt. Dies führt zu einer einheitlichen Kundenkommunikation, minimiert Irritationen und steigert die Zufriedenheit, was wiederum die Kundenbindung stärkt und die Erfolgschancen bei Abschlüssen erhöht. Durch effizientere Arbeitsabläufe und Ressourceneinsparungen kann Smarketing die Kundenakquise verbessern, die Pflege bestehender Kunden erleichtern und die allgemeine Effizienz steigern.

Welche fünf Schritte umfasst das Smarketing?

Das Smarketing umfasst die Schaffung einer Vertrauensbasis durch Teambuilding und das Kennenlernen der jeweiligen Abteilungsrollen, die Festlegung gemeinsamer Ziele, die Klärung von Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten, das Teilen von Informationen mittels zentraler Datenverwaltung und Kommunikation sowie die Erfolgskontrolle durch das Tracking vordefinierter KPIs.

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