Mirko Mutic
 - 3. März 2021

Slack gehört jetzt Salesforce – Was das für Sie bedeuten könnte

Im Dezember vergangenen Jahres kündigte Salesforce den 27,7 Mrd. US-Dollar schweren Deal an – der bisher größte der insgesamt 60 Akquisitionen in der 22-jährigen Firmengeschichte. Andere namenhafte Einkäufe der letzten Jahre sind zum Beispiel Tableau oder MuleSoft. Stewart Butterfield, Co-Gründer von Slack, bezeichnete den Kauf als die „strategischste Kombination in der Software-Geschichte“. Große Worte, die vielversprechend klingen. Auch die Zahlen sind beeindruckend. Doch was genau bedeutet das für Sie als Kunden? In diesem Beitrag möchte ich Ihnen den Sachverhalt näherbringen und einschätzen, was in der Zukunft aus Slack werden könnte.

Was ist Slack überhaupt?

Slack ist ein webbasierter Messaging-Dienst des bereits erwähnten US-Unternehmens Slack-Technologies. Ähnlich wie die Konkurrenzprodukte von z. B. Microsoft oder Cisco, dient die Software der Kommunikation innerhalb von Arbeitsgruppen in Unternehmen.

Slack unterstützt bisher das Chatten mit einzelnen Personen oder in Gruppen. Doch in vielen Aspekten ist Slack nicht auf der Höhe der Konkurrenz, was auch ein Grund ist, warum MS Teams etwa fünf Mal mehr aktive Nutzer pro Tag hat. Dokumenten-Sharing ist nur über externe Dienst wie Dropbox, Google Drive oder GitHub möglich. Eine direkte Bearbeitung von Dokumenten in Slack wird überhaupt nicht unterstützt. Video-Konferenzen wurden in Slack erst relativ spät möglich gemacht, weswegen viele Nutzer bereits vorher an eines der Konkurrenzprodukte gebunden waren.

Auf den ersten Blick nicht besonders beeindruckend. Wie kann Salesforce das bestehende Produkt von Slack weiterentwickeln und nutzen?

Noch nie zuvor hat sich das remote Arbeiten so rasant entwickelt wie im vergangenen Jahr. Da ist es für eine große Software-Firma wie Salesforce, welche schon längst mehr als nur ein CRM-System anbietet, schon fast zwingend notwendig, eine Chat-basierte Plattform zur Kommunikation innerhalb von Unternehmen zu haben. Der Trend geht weg von klassischen textbasierten Kommunikationsmitteln wie E-Mail oder sogar Chatter-Posts, hin zu Chatting-Software.

Was bedeutet das konkret für Sie?

Salesforce will Slack neu beleben, was für Sie möglicherweise die Chance ist, die Cloud-Plattform auf neue Art und Weise zu nutzen. Da Slack von Natur aus für Browser konzipiert ist, passt es perfekt in das Salesforce Web-Interface. Wir reden von einer Plattform, in der Sie den Rundumblick zu all Ihren Kunden haben, schnell mit Ihren Mitarbeitern texten, Videokonferenzen einstellen, und Dokumente bearbeiten können – egal von wo und welchem Gerät.

Seitens Slack und Salesforce kam bereits die Ankündigung, dass die Chat-Plattform mit der Salesforce Customer 360 zusammengeschlossen wird. Diese Kombination wird meines Empfindens nach eine bisher einzigartige Weise des Customer Identity Management ergeben, die auch ein direktes Kommunikationsmedium zum Kunden darstellt und an vielen Stellen die Komplexität in Unternehmen reduziert. Das fängt bereits bei simplen alltäglichen Tätigkeiten an, wie z. b. sich in Meetings einwählen. Slack als offene Plattform kann in mehr als 2.400 Apps, beispielweise für Analysetools, Must-Read Messages oder Workflow-Builder, integriert werden.

Ich persönlich bin der Meinung, dass hinter so einem großen Deal auch noch sehr viel Arbeit steckt, die am Ende in einem vielversprechenden neuen Produkt resultiert. Das Ergebnis wird uns alle hoffentlich begeistern und eine neue, innovative Plattform schaffen. Im Vordergrund soll hier die Kunden- und Benutzerfreundlichkeit stehen, die eine angenehme Arbeitsumgebung schafft.

Salesforce ist bereits das führende CRM auf dem Markt und hat mit Slack nicht nur die Software, sondern auch einen 12 Millionen schweren Kundenstamm gewonnen, den sie hoffentlich weiterhin ausbauen können.

Als Berater werden wir die Entwicklung des Slack-Deals, welcher in Q2 2022 abgeschlossen werden soll, weiter beobachten und immer up-to-date sein, um Sie bestmöglich zu betreuen.

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